Das Kleid, das Stimmungen erkennt – das Cognitive Dress auf der re:publica

Ein schillerndes Beispiel für die Fähigkeiten von IBM Watson

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„Wir wollten etwas Innovatives mit Mode und Technik machen, zeigen, dass Technik und Mode zusammengehören können.“, so Stefan Pfeiffer von IBM. „Das sieht man bereits am vermehrten Aufkommen von Wearables; Kleidung die eine Funktion erfüllt, wie zum Beispiel eine Jacke, die deinen Puls misst.“

Die Idee war, die Stimmung von Tweets mit einem bestimmten Hashtag einzufangen, zu analysieren und auf ein Kleid zu projizieren. Das Novum dabei ist, dass die Ergebnisse der Erhebung nicht als Text oder Dashboard präsentiert werden, sondern in visueller Darstellung in Form der Leuchtdioden; also abstrakt auf das Kleid projeziert werden.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin wurde nun ein „Cognitive Dress“ angefertigt. Geschneidert wurde das Kleid unter der Leitung der Modedesignerin Martha Berwanger und ist bestückt mit unzähligen LED-Lämpchen, die in verschiedenen Farben aufleuchten.

Wie genau funktioniert das Ganze nun?

IBM Watson Tone Analyzer analysiert Stimmungen aus (bisher nur) englischen Tweets, die – im Falle der re:publica – mit dem Hashtag #rp17 versehen sind. Entsprechend der erkannten Gefühlslage blinkt das Cognitive Dress in einer anderen Farbe. Tweets mit diesem Hashtag werden dabei anhand von fünf Kategorien bewertet, zum Beispiel joy, openess oder agreeableness. Die Kategorie, die am stärksten bei einem Tweet hervorsticht, ist dann diejenige Farbe, die leuchtet.

Watson lernt dabei immer dazu, weil durch Algorithmen und feedback Funktionalitäten trainiert wurden, Tweets entsprechend vorgegebener Eigenschaften zu klassifizieren. Dadurch ist das System in der Lage die Ausprägung der Eigenschaftung zu bewerten und die am stärksten ausgeprägte Eigenschaft herauszustellen. Besonders spannend daran: Der Tone Analyzer versteht auch Ironie oder zweideutige Botschaften. Das Cognitive Dress ändert also kontinuierliche seine Farbe –  je nachdem, wie die Stimmungen der letzten Tweets waren.

Letzten Endes können natürlich auch Unternehmen von dieser Art von Analyse profitieren. Die Technologie oder die APIs, die hinter diesem Kleid liegen, ist öffentlich auf der Watson Developer Cloud zugänglich, die wiederum auf der IBM Bluemix Cloud Service Platform basiert. Man muss kein Doktor der Informatik oder Entwickler sein, um die APIs anzuwenden – jeder kann die APIs nutzen. Es ist kinderleicht.

Also, am besten einfach in Halle 8, zur Watson Work Lounge kommen und das Cognitive Dress live erleben.

Wann?

  • Montag, 8. Mai um 12.45 Uhr und 15.45 Uhr
  • Mittwoch, 10. Mai um 12.45 Uhr und 14.45 Uhr

Wir freuen uns !

Wer es nicht mehr erwarten kann, ein kleiner Vorgeschmack zum Making Of !

(Beate Werlin)

Watson Work Lounge auf der re:publica: Buntes Programm am 8. Mai in Halle 8

Nicht nur auf dem IBM HR Festival am 9. Mai geht es rund. Schon am 8. Mai (wie auch am letzten Tag der re:publica, dem 10. Mai) gibt es ein buntes Programm mit Workshops, Gesprächen und Interviews in der Watson Work Lounge in Halle 8.

Hier die Übersicht für den 8. Mai (Änderungen vorbehalten):

10:00 Uhr

Reden wir Tacheles – Die traurige Realitätsferne von digitalen Arbeitswelten

Open Space-Roundtable mit Mike Schnoor von der Agentur Guts & Glory und Gunnar Sohn

Alles bleibt, wie es ist, nur mit Internetanschluss? Die immer noch vorherrschende Fabriklogik zieht mit digitalen Mitteln auch in die Büroarbeit ein, berichtet brandeins in der März-Ausgabe und bezieht sich auf eine Studie des Soziologen Andreas Boes: „Die Arbeit im Büro ähnele immer mehr der Arbeit in der Fabrik: Kleine, standardisierte Arbeitsschritte würden unter Zeitdruck wie an einem ‚digitalen Fließband‘ am Computer abgearbeitet und von Software protokolliert.“ Wie kann man es besser machen?

11:00 Uhr

Design Thinking Workshop auf der RE:PUBLICA

Stéphane Rodet, Marion Brülls & Felix Herrmann, IBM Design Studios

Was ist IBM Design Thinking? IBM Design Thinking umfasst Prinzipien, die helfen Bedürfnisse von Kunden und Nutzern zu erkennen, zu verstehen und auf große Teams und Projekte moderner digitaler Unternehmen zu skalieren. Kundenerlebnisse werden verbessert und Produkte und Dienstleistungen nutzerorientiert entwickelt. In einem interaktiven Workshop erhalten Sie Einblicke in IBM Design Thinking und erleben Methoden, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit praktizieren können.

11:45 Uhr

„Auf einen Cappuccino“ mit Sven Semet, HR Thought Leader, IBM zum Thema: Brauchen wir noch Chefs in Unternehmen?

12:00 Uhr

New Work-Initiativen ohne Wirkung? Über die Arbeitszufriedenheit in Deutschland

Gespräch mit dem Gallup-Studienleiter Marco Nink und Gunnar Sohn

In Zeiten guter Konjunktur und fehlender Fachkräfte unternehmen viele Arbeitgeber große Anstrengungen, um Mitarbeiter an sich zu binden. Dennoch stagniert der Anteil der Arbeitnehmer, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber aufweisen und dementsprechend mit Hand, Herz und Verstand bei der Arbeit sind, bei 15 Prozent. Ebenso viele Arbeitnehmer haben innerlich bereits gekündigt. 70 Prozent der Beschäftigten sind emotional gering gebunden und machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Das sind die zentralen Ergebnisse des Engagement Index 2016, den das Beratungsunternehmen Gallup vorgestellt hat.

12.45 Uhr

Das Kleid, das Stimmungen erkennt – das Cognitve Dress auf der re:publica

Kleiner Eindruck vorab: https://www.youtube.com/watch?v=BmV6Yby5RTY

13:00 Uhr

Sind Bots die besseren Kundenberater?

Open Space-Roundtable mit dem Digital-Berater Christian Bartels

Was wäre wohl Sherlock Holmes ohne seinen treuen Freund und Berater Dr. John H. Watson? Nichts. Der Meisterdetektiv empfindet Watsons Pragmatismus als Bereicherung und Ergänzung seines eigenen, etwas exzentrischen Charakters und schätzt ihn als Rezipienten seiner deduktiven Schlüsse. Ein unverzichtbarer Sparringspartner, der die hellsichtigen Einfälle von Holmes beflügelt.

Was würde die Service-Branche machen, wenn ein virtueller Assistent ähnliches leistet? Keine skriptgesteuerte Hotline-Fließband-Beratung, Abschied von der Warteschleife und personalisierte Beratung auf Profiniveau mit Gedächtnis. Könnten Bots das leisten?

13:45 Uhr

„Auf einen Cappuccino“ mit Michael O. Schmutzer, CEO, Design Offices zum Thema: Wie New Work und Digitalisierung unsere Art zu Arbeiten verändern.

14:00 Uhr

Wie sieht eine agile Organisation aus und kann das funktionieren?

Miriam Kamal-Specht (ms@yellow-frog.de), Dorothee Töreki (toereki@de.ibm.com), Arnd Layer (arnd.layer@de.ibm.com)

Klassische Formen der Unternehmensorganisation werden immer mehr als problematisch angesehen. Sie gelten als zu langsam, kostspielig und unfähig, sich schnell an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Auf der anderen Seite stellen sie ein Korsett dar, das Stabilität und Haltung gibt.

Agile Organisationen werden als Alternative gesehen. Ideen wie flache Hierarchien, iterative Ansätze, Design Thinking, DevOps und Holokratie sollen Unternehmen in Schwung bringen.

In diesem Workshop wollen wir diesen Ideen auf den Grund gehen und herausfinden, ob und wie sie funktionieren. Gibt es Best Practices und wo liegen die Fallstricke? Beteiligen Sie sich an der Diskussion mit Ihren Fragen, Erfahrungen und Meinungen.

15:00 Uhr

Kollege Watson in der Personalabteilung – Praxisworkshop

Roger Haenggi, Karin Fuhry, Sven Semet (IBM)

Mit Analytics und künstlicher Intelligenz werden HR-Abteilungen zukünftig verstärkt Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen und das Top-Management zielsicher unterstützen. Holen Sie die Zukunft in die Gegenwart und erfahren Sie, welche neuen methodischen und technologischen Möglichkeiten Ihnen mit IBM Watson Talent im HR Alltag offenstehen. Wir befassen uns u.a. mit der Frage wie „ready“ Unternehmen für z.Bsp. People Analytics sind und wie HR Abteilungen in drei bis fünf Jahren aussehen werden.

15.45 Uhr

Das Kleid, das Stimmungen erkennt – das Cognitve Dress auf der re:publica

Kleiner Eindruck vorab: https://www.youtube.com/watch?v=BmV6Yby5RTY

16:00 Uhr

Patientenorientierung in Digital Health

Open Space-Roundtable mit Gerlinde Bendzuck von Deutsche Rheuma-Liga Berlin und Bart de Witte, IBM Director Digital Health DACH

Digitale Gesundheitsanwendungen, ob Medizinprodukt oder Wellness und Lifestyle, digitale Hilfsmittel und digitale Krankheits-Managementprozesse werden sich nicht von selbst und über die Nachfrage in Richtung inklusiver und für viele zugänglicher und nutzbarer Produkte entwickeln. Daher brauchen wir unter systematischer Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer einen neuen Usability-Diskurs.