Working Out Loud Workshop auf dem #HRFestival der re:publica #rp18 mit @Katha_Pe und @alecmcint

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BrainGain versus BrainDrain – Verlieren wir KI-Talente? #rp18 #HRFestival #StudioZ

BrainGain vs. BrainDrain – das ist das große Thema des Bundestagsabgeordneten Thomas Sattelberger.

„Dahinter verbirgt sich die Frage, ob Deutschland magnetisch genug ist, mehr Spitzenwissenschaftler anzuziehen, als an andere Nationen zu verlieren. Bislang scheint die Bilanz hier leider negativ. Diese Initiative ist Teil meiner ‚Tetralogie‘ von Initiativen, um die Innovationsschwäche Deutschlands zu beheben. Außerdem stelle ich unsere Initiative zur steuerlichen Forschungsförderung vor – hier müssen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen entlasten“, schreibt Sattelberger in seinen Tagebuchnotizen.

Verlieren wir Talente in der Forschung für Künstliche Intelligenz. DFKI-Chef Wolfgang Wahlster sieht das optimistischer:

“Das größte KI-Zentrum findet man nicht mehr in den USA, sondern mit dem DFKI in Deutschland. Dass liegt daran, dass wir versuchen, als Ingenieure auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Wir definieren KI als künftige Informatik. Wir gehen an das Limit des Machbaren. Wir machen keine falschen Versprechen an die Industrie oder an den Staat. Wir bleiben auf dem Teppich. Das hat sich bewährt”, so Wahlster im Gespräch mit dem Technoloy Review-Chefredakteur Robert Thielicke.

Man sollte sich davor hüten, extrem überzogene Hoffnungen zu wecken, die dann nur Enttäuschungen hervorrufen.

“Google, Intel & Co. kommen nach Deutschland, weil es in den USA zu viele Marktschreier gibt. Die nehmen die Klappe zu voll. Die deutsche Mentalität ist zurückhaltender und pragmatischer”, resümiert Wahlster.

Auf der Kölner Konferenz NextAct2020 äußerte Sattelberger eine gegenteilige Einschätzung. Die besten KI-Forscher würden abwandern und landen bei internationalen Konzernen. Zudem möge man sich mal die Zahl der Ausgründungen anschauen, die aus dem DFKI in den vergangenen zehn Jahren gekommen sind.

“Das ist eine vernachlässigbare Größe. Skaliert hat keine einzige”, moniert Sattelberger.

Das seien Forschungseinrichtungen, wo das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse vor dem Verwertungsinteresse dominiert.

“Forschung soll nicht nur verwertungsorientiert sein. Wir brauchen eine vernünftige Balance zwischen zitiert werden in A+ Journals und dem gesellschaftlichen Nutzen”, fordert der forschungs- und innovationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.

Auf der re:publica in Berlin können wir diese Debatte vertiefen – im StudioZ im Foyer. Thomas Sattelberger ist herzlich eingeladen, mit den Experten für KI zu sprechen, die vom 2. bis 4. Mai zahlreiche Sessions anbieten werden.

Hier ein kleiner Session-Überblick.

Mensch und Maschine – wer programmiert wen? Und werden Chatbots Dein Leben navigieren? KI-Sessions auf der #rp18 #HRFestival #StudioZ

Eines der Schwerpunktthemen der diesjährigen re:publica in Berlin ist der Umgang mit und die demokratische Gestaltung von Künstlicher Intelligenz. Netzpolitik.org hat einige Sessions herausgefischt:

Beispielsweise am 2.5., 11 Uhr, Stage 1

Danah Boyd: Opening Keynote: How an Algorithmic World Can Be Undermined

Algorithmic technologies that rely on data don’t necessarily support a social world that many of us want to live in. We must grapple with the biases embedded in and manipulation of these systems, particularly when so many parts of society are dependent on sociotechnical systems.

2.5., 18:30 Uhr, Saal 1

Ranga Yogeshwar: Mensch und Maschine – wer programmiert wen?

Wir werden in den nächsten zehn Jahren sehr stark mit dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz konfrontiert werden. Sie wird viele Bereiche unseres Lebens fundamental verändern. Von Industrie 4.0 über autonome Maschinen bis hin zu Anwendungen in der Medizin verstärkt sich der Einsatz von Deep Learning – Systemen. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit wir diesen neuen intelligenten Systemen vertrauen können. Wieviel Verantwortung geben wir ab?

2.5., 17:15 Uhr, Stage 1

Wendy Chun: Beyond Recognition: Cyberspace’s past, present and future

Every day, we hear new stories about how the Internet destroys society. It’s filled, it seems, with military-grade psyops and discriminatory algorithms. Why? Rather than look fondly back to “cyberspace,” this talk argues today’s situation stems from misguided assumptions about bodiless communication. It further reveals connections between segregation, eugenics and current network tools. To create more just futures, it calls for collaborations across the all disciplines, industry, and activists.

Recht und Regulierung:
3.5., 17:00 Uhr, Stage 2

Julia Krüger: Algorithmen und Künstliche Intelligenz: Wegweiser für Politik und Gesellschaft

Der Algorithmen-Hype in Deutschland ist beeindruckend: 10 Jahre hinter dem US-amerikanischen Diskurs zurückbleibend, stehen Fragen zur Debatte, die in den 80ern in den Leuchttürmen der Wissenschaft Beantwortung fanden. Lösungen für Probleme algorithmischer Entscheidungsfindung für komplexe und neue Fälle sind teils bei uns bereits Gesetz – nur droht die Implementierung zu scheitern. Kybernetische Gesellschaftsmodelle können realisiert werden – doch ihre konstruktiven Prämissen sind längst gefallen. Das Gute ist: Lösungen liegen auf der Hand und werden hier vorgestellt.

3.5., 15:00 Uhr, Stage 5

Andres Guadamuz: Robots behaving badly: legal responsibility in the age of artificial intelligence

Can a bot break the law? Who is liable if a self-driving car crashes? Can a robot infringe copyright? Can a software developer go to jail for the actions of a machine learning algorithm? This talk will try to answer this and other questions regarding artificial intelligence and the law.

Und ich mach ja auch einiges im #StudioZ:

Etwa am 2. Mai:

11 Uhr: Michael Seemann über „Open Source als Plattformpolitik“

13 Uhr: Stefan Holtel von PWC über „Werden Chatbots Dein Leben navigieren?“

15 Uhr: Klaus Burmeister von der D2030-Initiative über „Der KI-Krieg zwischen USA, China und Europa“.

Am 4. Mai: Podiumsdiskussion unter Moderation von Ole Wintermann zum Thema „Diskriminierung durch Künstliche Intelligenz?“

Man hört, sieht und streamt sich vom 2. bis 4. Mai in Berlin. #StudioZ macht sich gleich auf die Socken 🙂