Abschied vom Schubladendenken im Personalmanagement durch den Einsatz von Systemen mit erweiterter Intelligenz #HRFestival #rp18

Daten, die wir in Systeme der Künstlichen Intelligenz speisen, um sie zu trainieren, seien schon dermaßen vorkategorisiert und beinhalten Vorurteile, dass man nicht von neutralen Maschinen reden könne. Das sagte die Zukunftsforscherin Amy Webb auf dem Digitalfestival South by Southwest in Austin. Eine Lösung des Problems sei schwierig. Man müsse mehr auf Transparenz achten. Welche Forscher sind beteiligt, mit welchen Annahmen hat man gearbeitet, wo kommen die Daten her, wie wird gewichtet, welche Widerspruchsmöglichkeiten haben die Datengeber und, und, und. Die Regulierung dieser Systemschwächen war das große Thema in Austin – überraschenderweise. Auf der re:publica in Berlin vom 2. bis 4. Mai wird diese Thematik vertieft.

„Wie kann man KI und Machine Learning so konzipieren, dass die Systeme unvoreingenommen entscheiden. Das ist im Personalmanagement unverzichtbar. Deshalb muss man aufpassen, mit welchen Daten man operiert. Wenn man als Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren ausschließlich katholische Männer eingestellt hat und die Maschine nur auf diese Daten zugreifen lässt, was soll das System anderes lernen, als zukünftig wieder nur katholische Männer einzustellen. Künstliche Intelligenz ist nicht gleich Künstliche Intelligenz“, sagt Sven Semet von IBM.

Die Vorhersagen des Systems müssen bei einer Qualität von 80, 90 oder 95 Prozent liegen. Genauso müsse man die Algorithmen trainieren.

„Und die Letztentscheidung muss immer beim Menschen liegen – das gilt für das Gesundheitswesen, fürs Marketing, für das Lieferketten-Management und natürlich auch für die HR-Abteilung“, so Semet.

Die Systeme mit erweiterter Intelligenz sollten zu einer Verbesserung des Talent-Managements beitragen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Talente mit mehrdimensionalen Kriterien zu erkennen. Nur so könne man sich vom Schubladendenken in der HR und auch versteckte Talente für das Unternehmen gewinnen.

Was Euch auf der re:publica in Berlin erwartet, habe ich mit Sven Semet ausführlich erörtert.

Meldet Euch für das HRFestival an. Die Teilnahme ist kostenlos.

Man hört, sieht und streamt sich in Berlin.

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Autor: gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

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