Das Kleid, das Stimmungen erkennt – das Cognitive Dress auf der re:publica

Ein schillerndes Beispiel für die Fähigkeiten von IBM Watson

Cognitive Dress-8739

„Wir wollten etwas Innovatives mit Mode und Technik machen, zeigen, dass Technik und Mode zusammengehören können.“, so Stefan Pfeiffer von IBM. „Das sieht man bereits am vermehrten Aufkommen von Wearables; Kleidung die eine Funktion erfüllt, wie zum Beispiel eine Jacke, die deinen Puls misst.“

Die Idee war, die Stimmung von Tweets mit einem bestimmten Hashtag einzufangen, zu analysieren und auf ein Kleid zu projizieren. Das Novum dabei ist, dass die Ergebnisse der Erhebung nicht als Text oder Dashboard präsentiert werden, sondern in visueller Darstellung in Form der Leuchtdioden; also abstrakt auf das Kleid projeziert werden.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin wurde nun ein „Cognitive Dress“ angefertigt. Geschneidert wurde das Kleid unter der Leitung der Modedesignerin Martha Berwanger und ist bestückt mit unzähligen LED-Lämpchen, die in verschiedenen Farben aufleuchten.

Wie genau funktioniert das Ganze nun?

IBM Watson Tone Analyzer analysiert Stimmungen aus (bisher nur) englischen Tweets, die – im Falle der re:publica – mit dem Hashtag #rp17 versehen sind. Entsprechend der erkannten Gefühlslage blinkt das Cognitive Dress in einer anderen Farbe. Tweets mit diesem Hashtag werden dabei anhand von fünf Kategorien bewertet, zum Beispiel joy, openess oder agreeableness. Die Kategorie, die am stärksten bei einem Tweet hervorsticht, ist dann diejenige Farbe, die leuchtet.

Watson lernt dabei immer dazu, weil durch Algorithmen und feedback Funktionalitäten trainiert wurden, Tweets entsprechend vorgegebener Eigenschaften zu klassifizieren. Dadurch ist das System in der Lage die Ausprägung der Eigenschaftung zu bewerten und die am stärksten ausgeprägte Eigenschaft herauszustellen. Besonders spannend daran: Der Tone Analyzer versteht auch Ironie oder zweideutige Botschaften. Das Cognitive Dress ändert also kontinuierliche seine Farbe –  je nachdem, wie die Stimmungen der letzten Tweets waren.

Letzten Endes können natürlich auch Unternehmen von dieser Art von Analyse profitieren. Die Technologie oder die APIs, die hinter diesem Kleid liegen, ist öffentlich auf der Watson Developer Cloud zugänglich, die wiederum auf der IBM Bluemix Cloud Service Platform basiert. Man muss kein Doktor der Informatik oder Entwickler sein, um die APIs anzuwenden – jeder kann die APIs nutzen. Es ist kinderleicht.

Also, am besten einfach in Halle 8, zur Watson Work Lounge kommen und das Cognitive Dress live erleben.

Wann?

  • Montag, 8. Mai um 12.45 Uhr und 15.45 Uhr
  • Mittwoch, 10. Mai um 12.45 Uhr und 14.45 Uhr

Wir freuen uns !

Wer es nicht mehr erwarten kann, ein kleiner Vorgeschmack zum Making Of !

(Beate Werlin)

Advertisements

Autor: Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s